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Besessenheit/Stimmen

     
04.03.2008 13:47

Stimmen

Parapsychologen sehen in der Fähigkeit fremde Stimmen zu hören eine Gabe (die vererbbar ist), so wie zb. Hellsichtigkeit.

Einige Betroffene können Ereignisse vorhersehen, weil es ihnen Stimmen gesagt haben. Ereignisse über die sie eigentlich gar nichts wissen können.

Einige meinen, die Stimmen von Verstorbenen zu hören, anderen sind die Stimmen völlig fremd.

Schulmediziner sehen im Hören von Stimmen Halluzinazionen, hervorgerufen durch eine Stoffwechselkrankheit im Gehirn (die vererbbar ist).

Schon Albert Einstein vertrat die Ansicht, dass es sich bei multiplen Persönlichkeitsstörungen um paranormale Phänomene handeln könnte.

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19.10.2007 12:32

Besessenheit aus parapsychologischer Sicht

Unter „Besessenheit“ versteht man, wenn ein Geistwesen sich im Körper eines Menschen aufhält und  aus diesem (zeitweilig)  heraus wirkt. Dadurch ist dem eigenen Geist die Kontrolle über seinen Körper genommen und sein eigenes Denken und Handeln  ausgeschaltet. Die fremde Wesenheit redet, handelt  dann für den  Menschen.

Spiritisten erklären Krankheiten (zb. multiple Persönlichkeiten) als das Wirken körperloser Wesenheiten. Von Gottheiten, Dämonen, Verstorbenen oder unpersönlichen psychischen Elementen,  auch von lebenden Menschen und  Tieren.

Schulmediziner sehen darin eine Stoffwechselkrankheit, meist Schizophrenie.

Es wurde beobachtet, dass Hunde wenn ihr "schizophrenes" Herrchen oder Frauchen "die Persönlichkeit" wechseln, noch bevor diese ein Wort gesagt haben, sich jaulend aus dem Zimmer verziehen oder zu bellen anfangen.

Hunde nehmen es durchaus wahr, wenn sich plötzlich etwas ändert mit ihrem Herrchen/Frauchen.


Austreiben des fremden Geistes - Exorzismus

Beim parapsychologischen Exorzismus werden helfende Geister herbeigerufen um die fremden Wesenheiten  aus dem Körper des betroffenen Menschen herauszuholen und anschließend zu verjagen (bei Dämonen),  sie aufzulösen (Elementale) oder sie dazu zu ermutigen ins Licht zu gehen  (bei erdgebundenen Verstorbenen).  

Klerikaler Exorzismus: Meiner Ansicht nach ist der katholische Exorzismus die wohl "schlechteste" Möglichkeit eine fremde Lebensform aus einem fleischlichen Körper zu entfernen. Es macht sich kaum ein Exorzist die Mühe herauszufinden um welche Wesenheit es sich dabei handelt, sondern verteufelt und dämonisiert die Lebensform von vornherein. Der Körper mag nach dem Exorzismus, falls er gelingt, wohl davon befreit sein, jedoch ist die fremde Lebensform (Seele, Geist), die sich aus den unterschiedlichsten Gründen (Nicht Akzeptanz des eigenen Todes, Erdgebundenheit, Angst vor dem Licht) im "Wirtskörper" aufgehalten hat durch die brutale Methode des Exorzismus (Flüche, Beschimpfungen durch Priester) derart verängstigt und durch den Exorzismus  in ihren Ängsten bestätigt, dass sie es kaum wagen wird ins Licht zu treten und sich einen neuen Wirtskörper suchen wird indem sie Schutz und "Leben" findet oder ruhelos umherirrt, anstatt das Licht und die Transformation anzunehmen.

Die Kirche sieht sich dabei als das "Gute" welches das Recht hat, alles was ihrer Meinung nach "Böse" ist, zu verteufeln und zu vernichten. Dabei ist sie wohl eher darauf aus ihren Erfolg und ihre Machtposition zu sichern, anstatt zu heilen und ganzheitlich zu helfen.

Es gäbe vielfältige andere, positive Möglichkeiten eine Wesenheit aus einem Körper zu entfernen und vor allem erst einmal die Gründe für die Besessenheit herauszufinden, anstatt alles auf das Böse zu schieben.

Umsessenheit: Ist die Anwesenheit einer Seele, die es nicht wagt, den für sie vorgeschriebenen Weg der Transformation (Licht am Ende des Tunnels) anzunehmen und, aus Furcht oder anderen Gründen, die Nähe eines lebenden Menschen sucht und sich in, oder nahe bei diesem Körper aufhält und dessen Leben sozusagen "mitlebt" ohne aktiv in das Leben des Menschen einzugreifen.


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19.10.2007 12:23

Besessenheit aus kirchlicher Sicht

(RIENECKER 1964, Sp. 211):


I.) Nach der Heiligen Schrift verstehen wir unter Besessenheit das Innewohnen eines Dämonen in einem Menschen, dessen ganzes Denken, Fühlen und Wollen unter dämonischen Einfluss gebracht wird (Lk. 22, 3-6).

Die Dämonen sind frühere Engel, die mitsamt ihrem Herrn, dem Satan, von Gott abgefallen sind und auf die Erde geworfen wurden (Lk. 10, 18; Offb. 12, 8) bzw. im Abgrund gefesselt auf den Tag des Gerichts warten (Jud. 6).

Soweit sie noch das Recht haben, auf der Erde zu sein, ist es ihr Bestreben, eine Menschenwohnung zu bekommen, die ihnen Ruhe verschafft und in der sie bleiben können (Mt. 12, 43-44), um nicht vor der Zeit in die Hölle fahren zu müssen (Mt. 8, 29; Lk 8, 28-31).

Die Dämonen nehmen vom Menschen Besitz meist in der Einzahl, aber auch in der Mehrzahl (Mt. 12, 43; Lk 8, 2) oder in der Vielzahl (Lk. 8, 30).

Der Zweck der Besitzergreifung des Menschen durch einen Dämon ist es, die Gemeinschaft des Besessenen mit Gott zu verhindern und ihn zum Bösen zu veranlassen (daher werden die Dämonen oft 'böse' Geister genannt) oder ihn zum Unglauben zu verführen (daher 'verführerische' Geister genannt; 1. Tim. 4, 1) oder ihn zu unwahren Reden zu verleiten (daher 'falsche' Geister genannt; 1. Kön. 22, 22) oder sein Seelenleben zu verunreinigen (daher 'unsaubere' Geister genannt; Mt. 10, 1; 12, 43; Mk. 1, 23; Apg. 8, 7 u.a.).

Sie suchen den Menschen stets zu quälen, indem sie ihm eine Krankheit beibringen können (Geisteskrankheit Mk. 5, 1 ff, Anfallskrankheit Mk. 9, 18 ff; Rückgratverkrümmung Luk. 13, 11) oder indem sie durch Stummheit (Mt. 9, 32; Mk 9, 17), Taubstummheit (Mk. 9, 25), Blindheit und Stummheit (Mt. 12, 22) es verhindern, dass der Besessene sein Verlangen nach Christus kundtun kann und für Gottes Wirken aufnahmefähig wird.

Bei all diesen Quälereien sind die einen Dämonen bösartiger als die anderen (Mt. 12, 45). Das Endziel der Dämonen ist es in jedem Fall, den Menschen umzubringen, um ihn ihrem Herrn auszuliefern (Mk. 9, 22).


II.) Kennzeichen für das Vorliegen einer Besessenheit ist: das Sprechen eines anderen aus dem Besessenen (Mt. 8, 29; Mk 1, 24; Luk. 4, 34; Apg. 19, 15 u.a.); Hellsichtigkeit, wobei die Dämonen Jesus als den Sohn Gottes erkennen, der gekommen ist, sie zu verderben (Mk. 1, 24; 1, 34 u.a.), und in bestimmten Menschen Knechte Jesu erblicken (Apg. 16,17); Wahrsagen (Apg. 16, 16); ein zeitweiliges unruhiges Verhalten des Menschen [Schreien, Zähneknirschen, Toben (Mk. 5, 5; 9, 18)]; eine auffallend starke Körperkraft (Mk. 5, 4; Apg. 19, 16); heftiges Widerstreben gegen alle göttlichen Einflüsse (Mk. 1, 24; 5, 7; Lk. 4, 34 u.a.); das mit Schreien, Zu-Boden-Fallen, Auftreten von Krämpfen verbundene Ausfahren des Dämons (Mk, 1, 26; 9, 26; Lk. 4, 35-41; Apg. 8, 7); die völlige Genesung des Besessenen nach erfolgter Austreibung (Mk. 5, 15; 9, 27).

Die aus ihrer menschlichen Behausung ausgetriebenen Dämonen suchen, wenn irgend möglich, von demselben Menschen wieder Besitz zu ergreifen (Mt. 12, 44-45; Mk. 9, 25)."

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